Go to the STIEFEL® Laboratories, Inc. Home   Website index   Contact   German version 
Home
BIOPSY PUNCH skin punches
CURETTE ring curettes
Biopsy techniques
Curettage techniques
Information on the skin biopsy
STIEFEL World website
Contact
Show Information about BIOPSY PUNCH skin punches Show Information about CURETTE ring curettes

 

Informationen für Gynäkologen

Erkrankungen der Vulva

Indikationen zur Vulvabiopsie

Eine Indikation zur Vulvabiopsie besteht bei allen Veränderungen, die klinisch nicht sicher eingeordnet werden können. Im Falle schwerer Entzündungen oder offenkundiger maligner Tumoren wird es über die Indikation zur Biopsie kaum Zweifel geben. Aber auch bei weniger stark ausgeprägten Befunden und mäßigen Beschwerden sollten Biopsien erfolgen, denn nicht selten verbergen sich hinter uncharakteristischen klinischen Veränderungen chronische entzündliche Dermatosen, die histopathologisch gut voneinander abgegrenzt werden können und einer differenten Therapie zugänglich sind. Auch maligne Neoplasien manifestieren sich häufig in Form einer mit Juckreiz einhergehenden Rötung und täuschen dadurch entzündliche Dermatosen vor.

Pruritus ist zum Beispiel das häufigste Sympton von Basalzellkarzinomen der Vulva, die oft erst mit großer Verzögerung erkannt und therapeutisch angegangen werden (10) ( Abb. 3a und 3b). Auch der extramammäre Morbus Paget wird nicht selten erst in einem Stadium diagnostiziert, in dem wegen seiner großen Ausdehnung die Behandlung schwierig ist, nur weil über Jahre hinweg auf eine Biopsie verzichtet wurde (11) ( Abb. 4a und 4b).

Bei Veränderungen, die klinisch ein sicheres Urteil erlauben, ist eine Biopsie nicht erforderlich. Allerdings sollte die Indikation zur Biopsie nicht zu eng gestellt werden. So können zum Beispiel ein Herpes genitalis durch Aphthen oder Artefakte und Condylomata acuminata durch eine bowenoide Papulose oder eine Papillomatosis vulvae vorgetäuscht werden. Auch ein Erregernachweis sollte nicht in falsche Sicherheit wiegen, da pathogene Keime wie zum Beispiel Candida albicans nicht selten vorgeschädigtes Epithel befallen. Das Erkennen der zugrunde liegenden Dermatose ist in solchen Fällen wichtig, um eine spezifische Therapie einzuleiten und rezidivierenden Infektionen vorzubeugen.

Grundsätzlich sollte auch bei sicher erscheinender Diagnose immer dann biopsiert werden, wenn der Verlauf ungewöhnlich und der Therapieerfolg unbefriedigend ist. Selbst wenn sich durch die histopathologische Untersuchung keine neuen Aspekte ergeben sollten, hat die Maßnahme ihren Wert, da schwerwiegende Prozesse ausgeschlossen und die Patientinnen beruhigt und bestärkt werden. Darüber hinaus ist die histopathologische Untersuchung für den Kliniker die beste Form der Qualitätskontrolle. Wird auf diese Qualitätskontrolle verzichtet, ist langfristig ein hohes diagnostisches Niveau kaum aufrechtzuhalten, da aus Diagnosefehlern nicht gelernt werden kann.

nächste Seite "Literaturverzeichnis Teil 1"
vorherige Seite "Simplifizierende Klassifikationen"

zurück zur Auswahl

 

Imprint    Privacy policy    Disclaimer

© Stiefel Laboratorium GmbH. Ein Unternehmen der GSK-Gruppe. All rights reserved.
Last Update: 10.08.2009.